Geomantie und Landschaftsmythologie

Geomantie bedeutet Gaia = das Wesen des Raums sowie mantie = das Wesen wahrnehmen. Die Geomantie beschäftigt sich mit den Wechselbeziehungen von Erde, Mensch und Raum.
Geomantische Arbeit versteht sich als Kunst, Lebensräume nach den Bedürfnissen der menschlichen Seele im Einklang mit der Ortskraft zu gestalten. So entstehen stimmige natur- und kulturräumliche Umgebungen mit Identität und Authentizität, die Gesundheit fördern und erhalten, Schutz bieten und erfolgreiche Arbeit unterstützen.

Die Geomantie setzt voraus, dass wir alle inneren und äußeren Räume als lebendige Organismen anerkennen und das Leben ganzheitlich in seiner Mehrdimensionalität verstehen. Sie arbeitet methodisch mit der Entsprechung zwischen den Energiekörpern der Erde und denen des Menschen. Die Erde verfügt sowohl global als auch in kleineren räumlichen Einheiten grundsätzlich über das gleiche Inventar wie der Mensch: Vitalfelder, Energiezentren, -punkte, -bahnen und –körper, nur in einer anderen räumlichen Anordnung wie beim Menschen.

Landschaftsmythologie beschreibt das kulturelle Gedächtnis der Landschaft. Sie öffnet unseren Blick für das, was den Menschen früher heilig gewesen ist und wie wir dies in einer Kulturlandschaft ablesen können.

Mythologie handelt vom Göttlichen in der Welt, Landschaftsmythologie vom Göttlichen in der Landschaft. Landschaft spricht zu uns und wir interpretieren die metaphysische, archetypische Struktur „hinter der Wirklichkeit“ in sprachlichen Bildern. Wie es schon unsere Ahnen taten. Landschaften bewahren so ein vielfältiges Kulturerbe mit Berg-, Gewässer-, Orts- und Flurnamen, Ritualen, Bräuchen und Traditionen.

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